Aktuelles

April 2017: Wieder haben kfd-Frauen aus ganz Deutschland im Rahmen von Ora-et-labora-Tagen im Lebendigen Labyrinth einen ersten Frühjahrsputz getätigt. Geleitet von Ursula Kemna, Sprecherin des kfd-DV Osnabrück und geistlich begleitet von Mechthild Burk, Mitglied im kfd-Bundesvorstand e. V, beschäftigten sich die Teilnehmerinnen im Ora-Teil mit der Mitte ihres persönlichen Lebens. Ein Thema, was alle sehr bewegen konnte und am Ende erfüllt nach Hause fahren ließ. ____________________________________________________________________________________________________________________

April 2016: Bei wunderbarem Frühlingswetter fanden in diesem Jahr die Ora-et-labora-Tage statt. Unter der Leitung von Ulrike Göken-Huismann, der Geistlich-Theologischen Begleiterin im kfd-Bundesverband e. V. und Barbara Striegel waren 19 kfd-Frauen aus ganz Deutschland zum Arbeiten und Beten nach Helfta gekommen. Es war eine erfüllte Zeit, fanden viele Teilnehmerinnen am Ende dieser Tage. Das Einüben der Balance zwischen Ora und Labora, das vielfältige Nachdenken über österliche Wege in der Bibel, das gemeinsame Singen und Schweigen hat allen gut getan. Auch das Lebendige Labyrinth sah, Dank der vielen fleißigen Hände am Ende wie geputzt aus.


November 2015: Die Trägergemeinschaft hat sich um ein neues Mitglied vergrößert. Wir freuen uns, den kfd-Diözesanverband Köln jetzt zu unseren aktiven UnterstützerInnen zählen zu dürfen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit! 


Oktober 2015: Sehr haben wir uns über eine Spende des Ehepaares Elisabeth und Hans Theo Meyer zum Alten Borgloh gefreut. Anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit wurde im Festgottesdienst für unser Lebendiges Labyrinth mit einer Kollekte gesammelt. Frau Meyer ist dem Kloster Helfta und dem Lebendigen Labyrinth seit vielen Jahren eng verbunden.


September 2015: Gut gelaunt und mit viel Elan machten sich am 15. September 17 Frauen der kfd St. Felizitas mit ihrer Leiterin Franziska Ritter aus dem dem kfd-DV Münster stark für einen Arbeitseinsatz im Lebendigen Labyrinth. Eine Pause im großen Leibraum in der Mitte wurde genutzt, um mehr über die Idee und die Entstehung des Labyrinthes von Barbara Striegel zu erfahren. Zum Abschluss ging es im Pilgerschritt unter Leitung der Geistlichen Begleiterin Katharina Wieacker noch einmal den ganzen Weg entlang bis zur Mitte.

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Frauen der kfd St. Felizitas vor dem Labyrinth


November 2014:Zum Jubiläum im September wurde auch um Spenden für das Labyrinth gebeten. Bis jetzt kamen mehr als 1600 Euro zusammen. Allen SpenderInnen großen Dank dafür. 700 Euro wurden vor Ort gesammelt. 900 Euro wurden insgesamt direkt auf das Labyrinthkonto überwiesen.

Für Einzelspenden ab 50 Euro ist das Ausstellen einer Spendenquittung möglich.

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September 2014: Der 10-jährige Geburtstag des Lebendigen Labyrinths war 70 Frauen Anlass genug, sich erneut auf den Weg nach Helfta zu machen. Eingeladen hatte die Trägergemeinschaft. Und das kfd-Netzwerk Ost nutzte diesen Anlass zu seinem 3. Basistreffen. Die Sprecherin der Trägergemeinschaft, Barbara Striegel begrüßte die Gäste aus Nah und Fern, unter anderen die Priorin des Klosters in Helfta M. Agnes Fabianek und einige Schwestern des Konvents, Magdalena Bogner, die Schirmfrau des Labyrinths und frühere kfd-Bundesvorsitzende, Pater Dominik Kitta, kfd-Bundespräses, Hildegund Keul, Initiatorin des Labyrinthes und Leiterin der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der DBK, Birgit Cauer, Bildende Künstlerin und ehemals verantwortlich für die Bauleitung des Labyrinths, sowie Vertreterinnen aus zahlreichen kfd-Diözesanverbänden.

Geschenke und Höhepunkte gab es viele. Eine Ausstellung: "Der Weg ist gefügt." mit Labyrinth-Bildern der Leipziger Grafikerin Angelika Pohler wurde eröffnet. Diese ist noch bis zum 10. März 2015 im Foyer des Hotels "Kloster Helfta" zu sehen. Eine Andacht im Lebendigen Labyrinth "Und Gott sah, dass es schön war..." unter der Leitung von Christa Mertens, Geistlich-Theologische Begleiterin des kfd-Diözesanverbands Paderborn, war Geschenk desselbigen. Der Innsbrucker Autor und Labyrinthbauer Gernot Candolini fügte sich mit einem Festvortrag "Das Labyrinth - Lebendiges Kulturgut und spirituelle Kraftquelle" in die Reihe der Schenkenden ein.

Der Festgottesdienst am Sonntag in der Klosterkirche mit einer Dialogpredigt zwischen Bischof em. Leo Nowak und der Geistlich-Theologischen Leiterin des kfd- Diözesanverbands Magdeburg Patricia Erben-Grütz bildeten den Schlusspunkt dieses bewegenden Wochenendes. Zum Abschied hieß es in einem Lied, vorgetragen von Astrid Herrmann und ihrer Band "Wir sind nicht umsonst gekommen, unser Weg hat sich gelohnt...."

Maria Faber


April 2014: Mit der gärtnerischen  Begleitung der Ora-et-labora-Tage hat Hildegard Elbe ihre ehrenamtliches Engagement im Labyrinth beendet. Fast zehn Jahre hat sie mit unermüdlichen Einsatz und Unterstützung ihres Ehemanns für die Pflege und den Erhalt des Labyrinthes Sorge getragen, Gruppen geführt und über das Labyrinth Auskunft gegeben. Jahr für Jahr konnten viele Menschen die Ergebnisse ihres Engagements, ein immer wieder gut gepflegtes Labyrinth bewundern und bestaunen. Dafür ein großes DANKESCHÖN! Im letzten Jahr sind drei neue Labyrinth-GärtnerInnnen durch sie in die Arbeit eingewiesen worden. Rene Messing ist noch dazu gekommen. Sie werden weiter dafür Sorge tragen, dass unser Labyrinth ein gern besuchter Ort bleibt.


Juli 2013: Das Labyrinth steht in voller Blütenpracht. Die letzten Wochen waren regenreich und so hat sich auch das Grün sehr ausgebreitet. Dass das Labyrinth in schöner Ansichtsgüte und auch begehbar bleib, dafür sorgt Hildegard Elbe mit ihren HelferInnen Simone Sievers, Kathrin Breutsedt und  Wilfried Schneider


Juni 2013: Der kfd-Diözesanverband Hildesheim ist Mitglied der Trägergemeinschaft geworden. Herzlich willkommen! Wir freuen uns, dass nun auch in diesem Bistum das Lebendige Labyrinth in Helfta Unterstützung findet, und dass das kfd-Diözesanleitungsteam mit seiner Sprecherin Monika von Palubicki das Interesse dafür stärken will.


2013:Lange blieb in diesem Jahr der Winter. So war der Schnee im Labyrinth zu den Ora-et-labora-Tagen Anfang April gerade erst weggeschmolzen. Und die Teilnehmerinnen mussten sich in ihren Arbeitseinheiten bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt auf das Verschneiden der Stauden beschränken. Die geistliche Begleitung dieser Tage hatte Astrid Herrmann, kfd-Referentin im Diözesanverband München-Freising. Sie kam zusammen mit einigen kfd-Frauen, die den doch recht weiten Anfahrtsweg aus Bayern nicht scheuten und zum ersten Mal in Helfta dabei waren.

Das Ausbessern der Leibräume musste auch Birgit Cauer witterungsbedingt verschieben und so war sie zur selben Zeit im Labyrinth tätig.

Jetzt ist alles wieder gut anzusehen. Nun darf der Frühling kommen...

Unsere langjährige, ehrenamtlich engagierte Labyrinth-Gärtnerin, Hildegard Elbe wird zukünftig durch einige Honorarkräfte unterstützt werden.


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Jedes Jahr im Frühjahr treffen sich kfd-Frauen aus ganz Deutschland zu den Ora-et-Labora-Tagen im Kloster St. Marien zu Helfta, einer Veranstaltung, die vom kfd-Bundesverband unterstützt wird. Für vier Tage lassen sich die etwa 20 Teilnehmerinnen auf den Rhythmus von Beten und Arbeiten ein. Die Arbeit im Lebendigen Labyrinth der kfd wird von vier Gebetseinheiten unterbrochen, die in diesem Jahr unter dem Thema: "Für einen Augenblick aufhören und lauschen." standen. Die Komplet wird gemeinsam mit den Schwestern des Konvents gebetet.

Zur Freude von Hildegard Elbe, die sich das ganze Jahr über um die Pflege des Labyrinths bemüht, konnten ihr die Teilnehmerinnen einen großen Teil der Frühjahrspflege abnehmen.


Auch in diesem Jahr mussten einige Leibräume repariert oder erneuert werden. Nach und nach werden die Weiden durch Hainbuchen ersetzt, so auch am großen Leibraum in der Mitte des Labyrinthes. Das ist mit relativ hohen Kosten verbunden. Umso mehr freuen wir uns über einige Spenden, zum Beispiel von der langjährigen Berliner kfd-Diözesansprecherin Gerlinde Maus. Sie wünschte sich zu ihrem Jubiläumsgeburtstag statt Geschenken Spenden für das Labyrinth. Über 400 EUR kamen so zusammen, für die wir sehr herzlich danken!


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Im September 2010 feierte die kfd in den ostdeutschen Bistümern ihr 20-jähriges Bestehen im Kloster Helfta. Fast hundert Gäste aus allen Teilen Deutschlands folgten der Einladung der fünf kfd-Diözesanverbände, die inzwischen auf diesem Territorium aktiv sind.

Zu einem der erfolgreichsten Projekte der Jubiläumsgeschichte gehört mit Sicherheit das Lebendige Labyrinth der kfd im Klostergarten. So war es ein besonderes Geschenk für alle TeilnehmerInnen, dass die Abschlussandacht bei strahlendem Sonnenschein im schon herbstlich anmutenden Labyrinth stattfinden konnte. Auch hier sorgte Astrid Herrmann mit ihren Frauen für eine gelungene musikalische Umrahmung.

Die Kollekte des Festgottesdienstes erbrachte 400 EUR und ist dem Erhalt und Pflege des Lebendigen Labyrinthes gewidmet. Ein herzliches Dankeschön allen SpenderInnen!


 

Mitglieder der Trägergemeinschaft bei der Arbeit im Labyrinth.

Im März 2010 lud die Trägergemeinschaft Lebendiges Labyrinth zu ihrer jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung nach Helfta ein.

So stand auch ein Gespräch mit der neuen Priorin adm. des Klosters St. Marien zu Helfta Mutter Agnes Fabianek auf der Tagesordnung.

Sie betonte, dass sie das Labyrinth der kfd als einen wunderbaren Ort wahrnimmt, der zu einem wichtigen Anziehungspunkt für viele BesucherInnen des Klosters geworden ist. Das erfüllt sie und ihren Konvent mit großer Freude. So würdigte sie auch den immensen Arbeitsaufwand der kfd-Frauen, die mit ihrem Einsatz im Labyrinth dafür sorgen, dass es in dieser Schönheit erhalten bleibt. Eine gute Zusammenarbeit mit der kfd und den Mitgliedern der Trägergemeinschaft sind ihr ein wichtiges Anliegen, was die Äbtissin bereits bei einem Besuch der kfd-Bundesvorsitzenden Maria Theresia Opladen im Sommer letzten Jahres in Helfta betonte.

Der Sitzung folgten zwei Tage praktische Arbeit im Labyrinth.

Da die nächsten Ora-et-Labora-Tage der kfd erst im Herbst dieses Jahres stattfinden, wollten die Mitglieder der Trägergeneinschaft Frau Elbe wenigstens einen Teil der nötigen Frühjahrspflege abnehmen. Tatkräftige Unterstützung leisteten auch kfd-Frauen aus dem Bistum Speyer, die zur gleichen Zeit in Helfta waren.

Frau Lydia Böhm, verantwortliche kfd-Frau aus Mülheim-Kärlich hat anlässlich ihres runden Geburtstages statt Geschenken um Spenden für das Lebendige Labyrinth gebeten. 500 EUR kamen so zusammenen, dafür herzlichen Dank. Trotz des beachtlichen ehrenamtlichen Einsatzes vieler Frauen bleibt die finanzielle Unterstützung durch Spenden weiter unerlässlich.

So mussten zum Beispiel in diesem Jahr zwei Leibräume durch Birgit Cauer repariert und zwei weitere erneuert werden. Der Weg im Labyrinth hat einen einen neuen Splittauftrag bekommen.

Doch jetzt darf die Natur für das nötige Blühen und Grünen sorgen.


Nun grünt und blüht es wieder im Labyrinth und für viele BesucherInnen des Klosters gehört auch ein Gang durch das Lebendige Labyrinth im Klostergarten einfach dazu.
Anfang März wurden vier Leibräume durch neue ersetzt. Dabei verwendete die bildende Künstlerin Birgit Cauer zum ersten Mal Hainbuche neben der sonst üblichen Weide - in der Hoffnung, dass dieses Gehölz etwas langlebiger ist.

Für zwei dieser neuen Leibräume übernahm Judith Langenecker, kfd-Frau aus Neustadt an der Weinstraße, die Patenschaft. Anlässlich ihres runden Geburtstages hatte sie statt Geschenken um Spenden für das Labyrinth gebeten. So kamen 600 EUR zusammen.
Eine vierte Sitzbank steht seit diesem Frühjahr unter dem Apfelbaum im Labyrinth. Sie wurde von Frauen des kfd-Diözesanverbandes Limburg gesponsert. Ein kleines Schild an der Bank weist darauf hin.

Allen SpenderInnen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Mit einem nicht unerheblichen Teil werden der Erhalt und die Pflege des Labyrinthes aber auch aus Erlösen des Verkaufs von Labyrinth-Artikeln finanziert.
Neben Postkarten, Büchern und Labyrinth-Wein gibt es neu kleine Labyrinthe aus Keramik in unterschiedlichen Größen und Farben.

Zu erwerben sind diese vor Ort oder können über "Labyrinthartikel" auf dieser Homepage im Internet bzw. über Fax bestellt werden.



Wünsche

Zur Einweihung des Lebendigen Labyrinthes wurden sieben verschiedene Wünsche ausgesprochen.
Einige davon können Sie hier lesen:

von Äbtissin Assumpta Schenkl
aus der Perspektive des Klosters

Dass es in Helfta jetzt ein Lebendiges Labyrinth gibt, ist für unser Kloster St. Marien eine große Bereicherung. Denn im 13. Jahrhundert, als die Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn und Gertrud von Helfta hier gelebt haben, stand die Labyrinth-Kunst in ihrer Blütezeit. Unser Labyrinth knüpft an diese geistliche Tradition der Gotik an und eröffnet ihr neues Leben.
Deswegen freuen wir uns sehr darüber, dass auf Initiative und mit tatkräftiger Unterstützung der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) hier in Helfta ein Labyrinth gebaut wurde. So wie ich dem Labyrinth wünsche, dass es blüht und gedeiht, ebenso wünsche ich das auch dem Kloster.



von Magdalena Bogner
aus der Perspektive der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands


"Frauen auf dem Weg", der Titel eines Liedes, das seit vielen Jahren von kfd-Frauen bundesweit immer wieder gesungen wird. Es bringt zum Ausdruck, was die kfd prägt. Dort heißt es, Frauen teilen miteinander Last und Trauer, Weite und Mut, Kraft und Glauben, weil sie aus der Hoffnung auf den Gott leben, der mit ihnen auf dem Weg des Lebens ist.
Möge dieses Lebendige Labyrinth für viele kfd-Frauen erfahrbar machen, dass alles Handeln – gesellschaftliches und kirchliches Engagement – seine Wurzeln in der Mitte des Lebens, in Gott hat und dass es seine Kraft aus dieser Mitte bezieht. Für diejenigen, die sich mit dem Gang durchs Labyrinth dem Weg von außen nach innen anvertrauen, die in die Mitte eintauchen und die sich wieder neu dem Außen zuwenden, vermag dieser Gang heilende Kräfte zu entwickeln. Möge dieses Lebendige Labyrinth darüber hinaus ein Zeichen dafür sein, dass die kfd ein Ort für Frauen ist, wo Glauben und Handeln, Innen und Außen, Gottverbundenheit und Weltverantwortung untrennbar zusammengehören.

von Birgit Cauer
aus der Perspektive der Künstlerin

Mit der Fertigstellung des Lebendigen Labyrinths am 16. Juni 2007 ist für mich eine Vision von einem skulptural empfundenen Raumkonzept – von der Idee bis zur Vollendung – wahr geworden: Ich habe den, mir zur Verfügung stehenden, Raum im Klostergarten in einen atmosphärischen Ort der Begegnung verwandelt. Das empfinde ich nicht nur für das Kloster Helfta und die kfd als bedeutsames Ereignis, sondern es ist auch ein wichtiger Meilenstein innerhalb meines künstlerischen Schaffens.

Kunstprojekte dieses Ausmaßes gelingen nur, wenn andere mit an die Vision glauben und tatkräftig mit daran arbeiten. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Dr. Hildegund Keul, Barbara Striegel, Magdalena Bogner –ohne sie hätte diese Vision nie realisiert werden können.

Das ganze Labyrinth selbst ist eine große, duftende, farbige und sich verändernde Plastik. Das Zentrale Wesen des Labyrinthes sind jedoch die „Leibräume“ - jene floral-skulpturalen Figuren, die aus Weidenstecklingen geflochten wurden, in denen sich wuchernde Natur und Künstlichkeit vereinen. Hier ergibt sich für den Besucher die einzigartige Möglichkeit der Begegnung mit dem „Anderssein“ der Natur und gleichzeitig mit dem eigenen Leib, mit sich selbst.

Das Labyrinth mit seinen „Leibräumen“ und der Bepflanzung betrachte ich nicht als eine Fortsetzung der Tradition herrschaftlicher Gärten, die ein Denkmal für die vollkommene Beherrschung der Natur darstellen. Vielmehr sehe ich in meiner Arbeit einen Spielraum zwischen dem Naturschönen und dem Schönen der Künste, das auch das Hässliche und Destruktive ins Spiel bringen kann. So wechseln hier Leben und Vergehen, wird Gegenwart im Hinblick auf Vergangenes belebt und weist in eine unbekannte Zukunft hinaus...

Mein Wunsch für dieses lebendige Kunstwerk ist, dass die Besucher dessen spirituelle Dimension spüren und erfahren, dass es eine wachsende Brücke zwischen Kunst und Religion wird. Das Labyrinth soll zu einem Ort der Begegnung zwischen weltlichem und christlichem Glauben werden: Menschen aus dem Bereich der Kunst können mit dem christlichen Glauben in Berührung kommen und Gläubige einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst finden.



von PD Dr. Hildegund Keul
aus der Perspektive der Mystik in Helfta

Das Lebendige Labyrinth der kfd in Helfta hat viele Besonderheiten. Eine besteht darin, dass es zu jenem Kloster gehört, in dem die Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta und Mechthild von Hackeborn lebten. Damit ist dem Labyrinth ein inspirierendes Thema gesetzt: die Mystik der Frauen, die hier im 13. Jh. lebten. Mit der Mystik lädt das Labyrinth dazu ein, sich dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu machen.
Schon sehr früh, nämlich 1999, als ich auf die Idee eines Labyrinthbaus in Helfta kam, war diese Idee mit der Frauenmystik verbunden. Ich stellte mir einen Ort vor, wo Menschen die Gedanken der Mystikerinnen mit auf dem Weg nehmen; wo sie mit der Mystik unterwegs sind auf den verschlungenen Pfaden, den weiten Bögen und engen Windungen, die im Labyrinth das Leben selbst symbolisieren. An einem solchen Ort hört man nicht nur einen Vortrag über die Mystik oder diskutiert über sie, sondern das, was die Mystik sagt, bringt in Bewegung – hier in ganz wörtlichem Sinn! und hat Zeit, durch den Körper zu gehen und Leib und Sinne zu berühren.
Wenn man einen Wunsch hat, ist es gut, etwas dafür zu tun, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann. Darum habe ich heute einen Spruch der Mystik mitgebracht, zusammen mit dem Logo des Labyrinthes auf kleine Spruchkarten gedruckt. Ich lade Sie dazu ein, diesen Spruch mit auf Ihren Weg durchs Labyrinth zu nehmen. Selbstverständlich können Sie sich die Karte später auch ins Gebetbuch oder den Terminkalender legen. Er stammt von Gertrud von Helfta und ist eine spezielle Bitte um Frieden:
„O Friede, sage mir doch noch ein einziges kleines Wort.“
Die Mystik ist eine der stärksten Friedenstraditionen des christlichen Abendlandes. Dies ist ein unschätzbarer Schatz, den es heute neu zu heben gilt.
Für das Labyrinth wünsche ich, dass es ein Ort wird, der im Zeichen der Mystik steht – ein Ort, wo Menschen mit dem Geheimnis ihres Lebens in Berührung kommen und so fähig werden, Schritte des Friedens zu gehen.


von Dr. Annette Schleinzer
aus der Perspektive der Menschen, die das Labyrinth besuchen kommen

Mein Wunsch ist es, dass die Menschen, die hier vorbeikommen, in diesem Labyrinth ein Bild ihres Lebens finden, zu dem sie tastend und ahnend unterwegs sind. Dass die Mitte des Labyrinths sie in ihre eigene Mitte führe; an einen Ort, an dem sie mit dem Geheimnis Gottes in Berührung kommen, an dem sie – vielleicht zum ersten Mal – Geschmack an Gott finden und dazu verlockt werden, dieser Spur weiter zu folgen.



von Barbara Striegel

aus der Perspektive der Ora-et-Labora-Tage im Labyrinth

Ora et Labora – bete und arbeite, in diese kurzen Worte hat der Hl. Benedikt von Nursia im 6. Jahrhundert eine wichtige Regel klösterlichen Lebens formuliert. Sie prägt das Leben vieler Ordensgemeinschaften damals wie heute. Die drei Mystikerinnen von Helfta lebten nach dieser Regel genau so wie die Cistercienserinnen, die jetzt wieder hier vor Ort sind.

In der heutigen Zeit laden viele Klöster zu Ora-et-Labora-Tagen ein. Menschen sollen die Möglichkeit haben, den wechselnden Rhythmus von Beten und Arbeiten kennen zu lernen und seine heilsame Wirkung auf ihr Leben zu spüren.

Auch wir Frauen der kfd sahen mit dem Angebot solcher Tage eine wunderbare Möglichkeit, diese beiden Pole menschlichen Lebens sehr konkret werden zu lassen: Begegnung von Frauen aus Ost und West zu schaffen, sich von den Texten der Mystikerinnen berühren zu lassen, ihre Glaubenserfahrungen von damals für Frauen von heute spirituell erlebbar zu machen und mit dem Labyrinth einen Ort der Arbeit und des Gebetes zu haben.

So wurden von Anfang an Bau und Pflege des Lebendigen Labyrinths mit Ora-et-Labora-Tagen verbunden. Sieben Mal haben sie bereits stattgefunden. Theologinnen aus allen Teilen Deutschlands übernahmen die spirituelle Begleitung. Insgesamt mehr als 150 Teilnehmerinnen haben mit großer Hingabe gepflanzt und die Beete gepflegt. Einige Frauen haben nicht nur einmal an diesen Tagen teilgenommen. Oft wurde diese Zeit als ein Stück Weg im eigenen Lebenslabyrinth wahrgenommen, und manchmal ist eine selbst gesetzte Rose auch „ihre Rose“ geworden, nach der sie von Zeit zu Zeit schauen wollen.

Ich vermag es selbst nicht so treffend auszudrückenden. Deshalb zitiere ich jetzt eine Teilnehmerin, die ihre Eindrücke aufgeschrieben hat:

„Wir gingen ein letztes Mal den Weg des Labyrinthes und als wir diesmal den Leibraum im Zentrum erreicht hatten, spürte ich, ich war angekommen in der Mitte, in meiner Mitte. Ich hatte die Verbindung zu dem DU, das wir Gott nennen.


Die Worte der frommen Frauen von einst hatten auch in mir zu klingen begonnen: `Du bist wie der Strom unschätzbarer Freuden, du bist wie ein blühender Frühling, wie eine zauberhaft lockende, beseligende Melodie.`(Gertrud von Helfta)

Wir gingen den Weg zurück, sahen das keimende Grün, einige Knospen, die Beete bereit, in wenigen Wochen üppig zu blühen.


Wir nahmen Abschied von den Frauen, mit denen wir in diesen Tagen durch gemeinsames Beten, Meditieren und Arbeiten verbunden waren, mit denen wir ein kurzes, aber nicht unwesentliches Stück unseres Lebensweges gegangen waren.

Wir gingen zurück, verließen Helfta und nahmen das DU mit, um es in unser Leben zu integrieren."

Es sind große Schätze, die wir mit dem Lebendigen Labyrinth anderen Menschen öffnen können.

Deshalb wünsche ich diesem Ort, dass viele Menschen, und hier besonders Frauen, mit dieser oder einer ähnlichen Glaubenserfahrung nach Hause gehen dürfen, und dass wir als Frauenverband uns dieses Schatzes bewusst bleiben und auch zukünftig Ora-et-Labora-Tage anbieten und ermöglichen können.